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Der umstrukturierte Klassenraum

Moderne Unterrichtsformen und bestimmte Methodiken können am besten in einem umstrukturierten Klassenraum umgesetzt werden. Lernkonzeptionen mit innerer Differenzierung erfordern ein zeitweiliges Auflösen größerer Gruppen zugunsten kleinerer homogener Gruppen. Eine individuelle Lernförderung kann nur in individuellen Räumen stattfinden. Dafür werden vorhandene Tische mit flexiblen Möbeln kombiniert und die bisherige Ausstattung mit modernen Unterrichtsmitteln, wie z.B. einem Inter-Active-Board, sinnvoll ergänzt.

Die veränderte mobiliare Anordnung zeigt mehrere Vorzüge:

  • Im Klassenraum entsteht mehr Platz als beim Frontalunterricht, sodass eine Gesprächs-, Arbeits- oder Ruheecke zusätzlich eingerichtet werden kann.
  • Die Lernatmosphäre wird aufgelockert.
  • Soziale Steuerungen sind günstiger zu bewerkstelligen, indem Schüler in Außenseiterpositionen zu integrationsfähigen Schülern gesetzt werden können.
  • Methodische Variationen sind besser realisierbar, weil Schülergruppen nach unterschiedlichen Kriterien (Leistungsgruppen, Partnermodellen, Tutorenkonstellationen usw.) gebildet werden können. Die Lehrkaft kann sich im Bedarfsfall einem Gruppentisch zugesellen und helfen, motivieren, diskutieren und anderweitig unterstützen.
  • Sozialformen unterschiedlicher Art (z.B. Schüler helfen Schülern, Diskussionsvorbereitungen, Talentnutzung) können leichter erprobt und umgesetzt werden.

Wichtig ist, dass die Tischgruppen tafelzugewandt angeordnet werden, damit kein Schüler mit dem Rücken zur Wandtafel sitzt.

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